Ortsmuseum Nackenheim

 

Ortsmuseum Nackenheim

Kultur im Muxum

 

Aktuelle Ausstellungen

   

"Call for Freedom“ - Simone von Stockhausen-Taufenbach
1. November 2020 - 18. April 2021

Neue Wege geht das Muxum mit seiner aktuellen Kunstausstellung. Mit den Werken der freischaffenden Künstlerin Simone von Stockhausen-Taufenbach präsentiert es erstmals Objekte in Collage-Technik.

Der Titel „Call for freedom“ ist ein Aufruf zu Frieden und Freiheit. Sie plädiert für ein friedvolles, respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander als Basis für jedwedes Zusammenleben auf der Erde. Grenzen, Diskriminierung, Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion sind überflüssig. Die Künstlerin zeigt neue Collage-Arbeiten über die Bedeutung von Frieden und Freiheit für das menschliche Zusammenleben. Dabei macht sie auf namhafte Frauenpersönlichkeiten des Zeitgeschehens aufmerksam, die für diese Werte stehen und zeigt so, wie wichtig es ist, für unsere Werte zu kämpfen. Wir sind selbst verantwortlich für unser Handeln, ob als Frau, als Mutter oder als Mädchen.

Interessierte können die seit 1. November hinter verschlossenen Museumstüren befindliche Ausstellung „Call for freedom“ von Simone von Stockhausen-Taufenbach endlich sehen. Selbstverständlich gelten weiterhin die aktuellen Hygiene-Regeln (Maske und Abstand), die Besucherzahl ist begrenzt.


Eine Anmeldung ist nötig, hier der link:
https://www.eventbrite.de/e/offnung-muxum-tickets-145278179947

Stagesetting

Film zur Ausstellung

 

Mit Materialien aus Zeitungen, Zeitschriften und Büchern sowie mit eigenen Fotografien, Zeichnungen und Texten verschachtelt die Künstlerin Botschaften in vielschichtigen Ebenen. Teile der Wirklichkeit werden so zum Kunstwerk. Auch in ihren früheren Arbeiten beschäftigt sich die Künstlerin überwiegend mit Fragen zur Menschlichkeit, Freiheit und Gleichberechtigung. Dabei hinterfragt sie sozialkritisch unsere etablierte Wertekultur und unsere selbst auferlegte Perfektionierung. So sind Ihre Arbeiten Plädoyer für Menschlichkeit und den achtsamen Umgang miteinander.

Neben den Collage-Arbeiten auf Papier und Leinwand zeigt die Künstlerin ein handgefertigtes Collage-Kleid „Dress for FREEDOM“ sowie eine dazugehörige Performance als Video-Installation in Kooperation mit der Schauspielerin Christine Stahl.


Die Dauerpräsentationen „Die Zuckmayers“und „Das Unterdorf geprägt vom Rhein“ sind selbstverständlich ebenfalls zu diesen Zeiten geöffnet.

 


 

Dauerausstellung "Die Zuckmayers – eine Familie aus Rheinhessen"

zuckmayer1906

 

Erstmals widmet sich eine Ausstellung der Familie Zuckmayer, den Eltern Amalie (1869-1954) und Carl sen. (1864-1947) sowie deren Söhnen Eduard (1890-1972) und Carl (1896-1977).

Zielsetzung der Kuratoren Thomas Flügen und Peter J. Klein war es, neben dem bekannten Schriftsteller Carl Zuckmayer seinen eher unbekannten Bruder Eduard gebührend zu würdigen. Beide konnten sich nur deshalb zu genialen Köpfen auf ihren Gebiet entwickeln, weil die Eltern ihnen beste Bildungschancen boten. Der Besucher kann die Lebensläufe der Brüder nachvollziehen; beide gingen in den 30er Jahren ins Exil. Während Carl nach schweren Jahren auf einer Farm in Vermont (USA) in den deutschsprachigen Raum zurückkehrte, blieb Eduard als Musikpädagoge seiner Tätigkeit als renommierter Musikpädagoge an der Universität in Ankara bis zum Tod treu.

In der Ausstellung werden besonders die unterschiedlichen, aber sich auch immer wieder berührenden Lebenslinien der Brüder nachgezeichnet. Besucherinnen und Besucher können im Rundgang die Viten der beiden nachverfolgen und schrittweise erleben, wie deren Lebenswege über die Jahrzehnte hinweg von der gesellschaftlichen, politischen und geistigen Entwicklung der damaligen Zeit geprägt wurden. Gleichzeitig wird verdeutlich, wie Eduard und Carl auf ihre Weise die Gesellschaft und deren Entwicklung beeinflussten und welche Aktualität und Bedeutung die beiden heute noch haben. Und immer wieder schwingt die Frage mit „Was bedeutet Heimat für mich?

Der Ausstellungsrundgang gliedert sich in die Themenbereiche: Heimat und Familie, Krieg, Erfolge, Vertreibung und Exil, Rückkehr und Verbleib und endet mit der Frage „Was bleibt?“.

Zu jedem Themenbereich finden sich informative Texte, Fotos, Zitate sowie einige Medienstationen. Die Ausstellung lädt dazu ein, in den Büchern, die um 1900 im Bücherschrank einer bildungsorientierten Familie standen, zu blättern, über die Produktivität Carl Zuckmayers zu staunen, in seinem umfangreichen Briefwechsel zu stöbern, Eduards prägenden Einsatz für die Zusammenführung westlicher und türkischer Musik zu erkennen und sich mit der Bedeutung von Vertreibung und Exil für Menschen am Beispiel der Familie Zuckmayer auseinanderzusetzen.

Mit der Ausstellung „Die Zuckmayers“ haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Museumsausschusses mit tatkräftiger Unterstützung lokaler Handwerker einen neuen Besuchermagneten in Nackenheim geschaffen.

Link zum Flyer

Link zum SWR-Beitrag vom 19.01.2019

 

 

 

Dauerausstellung „Nackenheim – das Unterdorf geprägt vom Rhein“

Ausstellung Schifferverein

Seit Anfang Mai 2017 präsentiert der Schifferverein Nackenheim seine neue Dauerausstellung „Nackenheim – das Unterdorf gesprägt vom Rhein“ im Erdgeschoss des  Ortsmuseums. Ein Schwerpunkt sind die vielfältigen Berufe, die durch die Lage am Rhein entstanden; manche von ihnen existierten nur in Nackenheim, wie z.B. die Färcher, die  Sand vom Altrheinboden in ihre Nachen schöpften. Daneben arbeiteten Leinereiter, Flößer und selbstverständlich Fischer an und auf dem Strom. Die Methoden der Nachenbauer sind plastisch dokumentiert und wer selbst Hand anlegen möchte, kann sich an den verschiedensten Seemannsknoten versuchen.
Eine Ausstellung, welche die bereits im Ortsmuseum vorhandenen Präsentationen ergänzt und bereichert – der Besuch lohnt sich.