Ortsmuseum Nackenheim

 

Ortsmuseum Nackenheim

Kultur im Muxum

 

Aktuelle Ausstellungen

   

"Wolkenbilder" Gemälde von Dorothee Rübel
(07.04.2019-25.08.2019)

wolkenbild

 

Wolken beobachten – das ist eine Leidenschaft von Dorothee Rübel. Die
Ergebnisse dieser Leidenschaft sind nun im Nackenheimer Muxum zu sehen.
„Wolkenbilder“ nennt die Künstlerin ihre Ölgemälde, beeindruckende
Kompositionen aus Himmel und Landschaft. Das extreme Hochformat und die bewußt überzeichnete Stimmung betonen die emotional aufgeladene
Atmosphäre des Bildes. Dorothee Rübel ist gebürtige Hamburgerin, hat
Kulturwissenschaften und Innenarchitektur studiert und ist nach
verschiedenen Weiterbildungen und Kursen Mitglied im Nieder-Olmer
Atelier „La Linea“.
Sie arbeitet gerne in Serien, das heißt ein Thema wird vertiefend über
einen längeren Zeitraum bearbeitet.

Die Vernissage mit musikalischer Begleitung im Nackenheimer Ortsmuseum
beginnt am 7. April 2019 um 18:00 (Einlass ab 17:30), der Eintritt im
Muxum ist wie immer frei.

 


 

 

Die neue Dauerausstellung "Die Zuckmayers – eine Familie aus Rheinhessen"

zuckmayer1906

 

Mit Jahresbeginn präsentiert das Ortsmuseum Nackenheim eine neue Attraktion: Die Dauerausstellung „Die Zuckmayers – eine Familie aus Rheinhessen“.

In rund zweijähriger Vorlaufzeit wurde der Raum völlig neu gestaltet. Zielsetzung der Kuratoren Thomas Flügen und Peter J. Klein war es, neben dem bekannten Schriftsteller Carl Zuckmayer seinen eher unbekannten Bruder Eduard gebührend zu würdigen. Beide konnten sich nur deshalb zu genialen Köpfen auf ihren Gebiet entwickeln, weil die Eltern ihnen beste Bildungschancen boten. Der Besucher kann die Lebensläufe der Brüder nachvollziehen; beide gingen in den 30er Jahren ins Exil. Während Carl nach schweren Jahren auf einer Farm in Vermont (USA) in den deutschsprachigen Raum zurückkehrte, blieb Eduard als Musikpädagoge seiner Tätigkeit als renommierter Musikpädagoge an der Universität in Ankara bis zum Tod treu.

Erstmals widmet sich eine Ausstellung der Familie Zuckmayer, den Eltern Amalie (1869-1954) und Carl sen. (1864-1947) sowie deren Söhnen Eduard (1890-1972) und Carl (1896-1977).

In der Ausstellung werden besonders die unterschiedlichen, aber sich auch immer wieder berührenden Lebenslinien der Brüder nachgezeichnet. Besucherinnen und Besucher können im Rundgang die Viten der beiden nachverfolgen und schrittweise erleben, wie deren Lebenswege über die Jahrzehnte hinweg von der gesellschaftlichen, politischen und geistigen Entwicklung der damaligen Zeit geprägt wurden. Gleichzeitig wird verdeutlich, wie Eduard und Carl auf ihre Weise die Gesellschaft und deren Entwicklung beeinflussten und welche Aktualität und Bedeutung die beiden heute noch haben. Und immer wieder schwingt die Frage mit „Was bedeutet Heimat für mich?

Der Ausstellungsrundgang gliedert sich in die Themenbereiche: Heimat und Familie, Krieg, Erfolge, Vertreibung und Exil, Rückkehr und Verbleib und endet mit der Frage „Was bleibt?“.

Zu jedem Themenbereich finden sich informative Texte, Fotos, Zitate sowie einige Medienstationen. Die Ausstellung lädt dazu ein, in den Büchern, die um 1900 im Bücherschrank einer bildungsorientierten Familie standen, zu blättern, über die Produktivität Carl Zuckmayers zu staunen, in seinem umfangreichen Briefwechsel zu stöbern, Eduards prägenden Einsatz für die Zusammenführung westlicher und türkischer Musik zu erkennen und sich mit der Bedeutung von Vertreibung und Exil für Menschen am Beispiel der Familie Zuckmayer auseinanderzusetzen.

Mit der Ausstellung „Die Zuckmayers“ haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Museumsausschusses mit tatkräftiger Unterstützung lokaler Handwerker einen neuen Besuchermagneten in Nackenheim geschaffen.

Link zum Flyer

Link zum SWR-Beitrag vom 19.01.2019

 

 

„Nackenheim – das Unterdorf geprägt vom Rhein“
Ausstellung Schifferverein

Seit Anfang Mai 2017 präsentiert der Schifferverein Nackenheim seine neue Dauerausstellung „Nackenheim – das Unterdorf gesprägt vom Rhein“ im Erdgeschoss des  Ortsmuseums. Ein Schwerpunkt sind die vielfältigen Berufe, die durch die Lage am Rhein entstanden; manche von ihnen existierten nur in Nackenheim, wie z.B. die Färcher, die  Sand vom Altrheinboden in ihre Nachen schöpften. Daneben arbeiteten Leinereiter, Flößer und selbstverständlich Fischer an und auf dem Strom. Die Methoden der Nachenbauer sind plastisch dokumentiert und wer selbst Hand anlegen möchte, kann sich an den verschiedensten Seemannsknoten versuchen.
Eine Ausstellung, welche die bereits im Ortsmuseum vorhandenen Präsentationen ergänzt und bereichert – der Besuch lohnt sich.